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Wie kann eine nachhaltige Wirtschaft aussehen?

Wenn wir die Nachrichten und Unternehmensaktivitäten verfolgen, wird schnell klar, welch großen Einfluss Unternehmen auf den menschengemachten Klimawandel haben. In den Berichten des Weltklimarats (IPCC) wird der Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Wachstumszielen und der Klimakrise noch einmal deutlich gemacht: ein Wachstum wie bisher ist mit dem Pariser Klimaabkommen nicht vereinbar. Denn der Imperativ höher, schneller, weiter hat in den letzten Jahrzehnten zu immer größer werdenden ökologischen und sozialen Problemen geführt.

Angesichts der Klimaveränderungen und endlicher Ressourcen ist es wichtiger denn je, dass Unternehmen mit ihren wirtschaftlichen Aktivitäten positive Lösungen schaffen und dabei mithelfen, unser Ökosystem zu bewahren und zu regenerieren. Mehr und mehr Unternehmen gehen bereits voran und zeigen, was möglich ist. Gleichzeitig sehen wir aber auch Unternehmen, die sich mit Image-Kampagnen als umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Unternehmen präsentieren und dennoch weiterwirtschaften wie bisher (Stichwort Greenwashing). Langsam setzt sich jedoch auf immer breiterer Ebene die Erkenntnis durch, dass sich die Art und Weise, wie wir wirtschaften, verändern muss.

 

Zitat: "Every job is a climate job" Project Drawdown

 

Unternehmen müssen Teil der Lösung sein

Das Ziel ist den meisten inzwischen klar: Es geht darum, Emissionen zu reduzieren und damit die Erderwärmung zu begrenzen. Doch auch wenn wir uns der Dringlichkeit bewusst sind, ist es nicht immer leicht, Veränderungen anzustoßen und zu handeln — insbesondere im Unternehmenskontext, wo viele Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenarbeiten. Nachhaltigkeit ist ein vielschichtiges und komplexes Thema, das sich durch das gesamte Unternehmen zieht und für das es die Zusammenarbeit von unterschiedlichen Disziplinen braucht.

Das Ziel ist den meisten inzwischen klar: Es geht darum, Emissionen zu reduzieren und damit die Erderwärmung zu begrenzen. Doch auch wenn wir uns der Dringlichkeit bewusst sind, ist es nicht immer leicht, Veränderungen anzustoßen und zu handeln — insbesondere im Unternehmenskontext, wo viele Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenarbeiten. Nachhaltigkeit ist ein vielschichtiges und komplexes Thema, das sich durch das gesamte Unternehmen zieht, so dass es die Zusammenarbeit von unterschiedlichen Disziplinen braucht.

Es reicht daher nicht mehr aus, Nachhaltigkeit nur in einzelnen Teams zu verankern. Vielmehr braucht es möglichst viele bzw. bestenfalls alle Mitarbeiter*innen im Unternehmen, die Zusammenhänge und Potenziale für das eigene Unternehmen verstehen, Nachhaltigkeit in ihrer täglichen Arbeit mitdenken und innovative Lösungen entwickeln.

 

Leitgedanken nachhaltiger Unternehmen

In unserer Recherche sind wir immer wieder auf Prinzipien gestoßen, die nachhaltige Unternehmen in ihre Zielsetzung und Kultur integriert haben und die ihnen bei Entscheidungen die Richtung weisen. Diese Leitgedanken ziehen sich auch durch unsere Purpose Cards:

 

Umsichtig

Nachhaltige Unternehmen sind eingebettet in unsere Gesellschaft und Umwelt und berücksichtigen die Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf ihre Umgebung. Das erfordert einen verantwortungsvollen Umgang mit allen Akteuren: Mitarbeiter*innen, Kund*innen, Partnern, Lieferanten und Investor*innen.



Zirkulär

Die Entwicklung vom linearen zum zirkulären Denken ist zentrales Element einer nachhaltigen Wirtschaft. Damit ist gemeint, dass Unternehmen Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus ihrer Dienstleistungen oder Produkte übernehmen. Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es, mit unseren endlichen Ressourcen schonend umzugehen und sie länger im Kreislauf zu halten. 



Langfristig

Welche dauerhaften Folgen hat unser Handeln — das ist die Frage, die sich nachhaltige Unternehmen in ihren Entscheidungsprozessen stellen. Es geht also nicht nur darum, wie stark sich etwas im nächsten Quartal auszahlt, sondern auch darum, welche Wirkung die Entscheidung in den nächsten Jahren oder auf kommende Generationen hat.

 



Transformation und erste Schritte

Unternehmen stehen vor einer großen Transformation, die einerseits durch das veränderte Bewusstsein von Mitarbeiter*innen und Kund*innen und andererseits durch neue Regularien und Gesetze sowie durch die Erkenntnis angetrieben wird, dass die Kosten des Nicht-Handelns höher ausfallen als die einer nachhaltigen Ausrichtung für die Zukunft. Das kann dazu führen, dass wir bestehende Geschäftsmodelle hinterfragen, weiterentwickeln oder komplett verändern — so wie das viele Gründer*innen bereits machen, indem sie Nachhaltigkeit von Anfang an konsequent mitdenken.

 

Illustration Domino-Effekt

Seid ihr das?

 

Wer sich auf den Weg begibt, sein Unternehmen nachhaltig umzubauen oder ein neues Unternehmen gründet, steht vor einer großen Aufgabe. Denn oft ist es nicht einfach, herauszufinden, in welcher Reihenfolge man welche Themen am besten angeht, wo die größten Hebel zur Reduzierung von Emissionen sind und wie man Nachhaltigkeit in der Kultur des Unternehmens verankert.

Hier schließt sich der Kreis zur unserer dritten Edition der Purpose Cards (Veröffentlichung im Herbst 2022) zum Thema Nachhaltigkeit, mit denen wir zwar nicht alle Fragen beantworten können, aber euch bei den ersten Schritten in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft unterstützen wollen. Denn wir wissen: Die nächsten Jahre sind entscheidend, um bessere Lösungen im Einklang mit den planetaren Grenzen zu entwickeln und umzusetzen. Lasst uns anfangen!